Konzertkalender Archiv

 

Konzertabend aus Russland
der Maxim Kowalew Don Kosaken

am Mittwoch, 11. Januar 2016 um 19.00 Uhr in der St.-Martinus-Kirche in Donzdorf.

Das Programm:
1. Teil: Sakrale Gesänder der russisch-orthodoxen Liturgie
2. Teil: Russische Volkslieder
Dauer: 1 Std. 45 Min. (incl. 15minütiger Pause)

Der erste Teil richtet sich nach der jeweiligen Jahreszeit.
Im zweiten Teil dürfen Wunschtitel wie "Abendglocken",
"Suliko" und "Marusja" nicht fehlen. Der Chor tritt in der Besetzung
mit 7 Künstlern auf. Anknüpfend an die Tradition der großen alten
Kosaken-Chöre zeichnet er sich durch seine Disziplin, die dem
musikalischen Gesamtleiter Maxim Kowalew zu verdanken ist, aus.

  Maxim Kowalew
Der in Danzig geborene Maxim Kowalew konnte sich schon
im Elternhaus der Musik kaum entziehen.Sein Vater war Pianist,
seine Mutter Gesangslehrerin. Nach dem Gesangsstudium an der
Musikhochschule in Danzig folgte eine Vielzahl von Opernengagements
und seine Popularität wurchs. Es folgten Auftritte in Westeuropa,
den USA und Israel. Ab 1994 sang er in einem Chor, aus dem sich
später die Maxim Kowalew Don Kosaken herauskristallisierten.
Maxim Kowalew sieht es bis heute als seine Aufgabe, die schönen
russischen Melodien zur Freude des Hörers erklingen zu lassen
und begabten Künstlern die Möglichkeit zu geben,
ihr großes Talent an die Öffentlichkeit zu bringen.

 

Konzert Trompete & Orgel am 20. November 2016 um 17.00 Uhr
„Leben, Tod und Ewigkeit“


Orgel, Simon Johannes Fröstl
Trompete, Gabór Szabó
Sprecherin, Toni Marie Leisz

Programm:
Georg Philipp Telemann (1681-1767)      
             
Heldenmusik – aus 12 Charakterstücke
1. „Die Würde“

LESUNG

Alessandro Marcello (1684-1750)
Concerto in d-moll für Trompete und Orgel
-Adagio
-Andante

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
5 Choralvorspiele

„Wer nur den lieben Gott lässt walten“ BWV 642
„Vor deinen Thron tret‘ ich hiermit“ BWV 668
„Herr Jesu Christ, dich zu uns wend“ BWV 632

„Herr Jesu Christ, dich zu uns wend“ BWV 709

„Es ist gewisslich an der Zeit“ BWV 734

Joseph Gabriel Rheinberger (1839-1901)
Cantilène F-Dur op. 148,2

LESUNG

Cèsar Franck (1822-1890)
Prélude, Fugue et Variation op. 18

Naji Hakim (*1955)
Sonate für Trompete und Orgel (1994)
-Allegro con spirito
-Moderato
-Presto

Orgelmusik am 10. Juli in St. Martinus

Eine Orgelmatinee mit unserem Kirchenmusiker und Organisten Simon Johannes Fröstl
findet am Sonntag den 10. Juli in unserer St. Martinuskirche in Donzdorf statt. Der Organist
wird ab 11.30 Uhr im Anschluss an die Eucharistiefeier ca. 30 Minuten Musik aus
verschiedenen Epochen auf unserer Kern-Orgel zu Gehör bringen. Auf dem Programm
stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Claude Balbastre, Joseph Gabriel Rheinberger u.a..
Der Eintritt ist frei.

Orgel rockt- Rock, Pop und Filmmusik auf der Kirchenorgel

Am Donnerstag, 21.04.2016, um 20.00 Uhr war es so weit. Pfarrer Carsten Wagner begrüßte
die rund 100 Zuhörer, die sich trotz des strahlend schönen Frühlingstags voller Vorfreude in die
Pfarrkirche begeben haben. Der Künstler Patrick Gläser begrüßte ebenfalls die Gäste und erklärte
kurz, wie er zu der ungewöhnlichen Kombination von weltlicher Musik und Kirchenorgel gekommen ist.
Dann ging es auch schon los. Mit „Jump“ von Van Halen wurde gleich mit einem Ohrwurm begonnen.
Im ersten Moment waren viele überrascht die bekannte schwungvolle Melodie in einer breiten Klangfülle
im Kirchenraum nicht nur mit den Ohren, sondern mit dem ganzen Körper zu „erleben“. Und so ging es Schlag
auf Schlag. Bekannte Stücke von vielen verschiedenen Interpreten, von Udo Lindenberg bis Adele und auch
eigene Kompositionen wurden mit einer genialen Technik vorgetragen. Die kurzen Zwischenmoderationen
stellten jeweils einen religiösen Zusammenhang her und waren gute Erklärungen der gespielten Stücke und
Einstimmungen auf das, was noch kommt. Patrick Gläser hat die Klangvielfalt der Orgel gut ausgenutzt und
mit seiner rhythmischen Vielfalt der Spielweise sein Publikum fasziniert. Auf der Königin der Instrumente ist
Patrick Gläser eine Band für sich, bei einzelnen Werken erklang auch seine geschulte Stimme.
Mit „The final Countdown“ endete das offizielle Programm, gefolgt von einem lang anhaltenden Beifall.
Diesen honorierte der Künstler mit 2 Zugaben. Mit dem gelungenen Schlusspunkt „Music “ von John Miles
wurden die verzauberten Zuhörer wieder in den Alltag entlassen.
Herzlichen Dank an alle Helferinnen und Helfer, die für die Rahmenbedingungen des Konzerts gesorgt haben!

Orgel rockt Tour 4 - Patrick Gläser
Rock, Pop und Filmmusik auf der Kirchenorgel
am Donnerstag, 21.04.2016 um 20.00 Uhr in der St.-Martinus-Kirche in Donzdorf.
Der Eintritt ist frei - Spende wird erbeten.

Mit über 180 Konzerten in Deutschland, Österreich, Schweden, den Niederlanden und Russland
und Highlights wie einem Konzert im Hildesheimer Dom, läuft Orgel rockt jetzt mit Tour 4 -
wieder mit spannenden neuen Titeln. Aus den Anregungen von über 37.000 Konzertbesuchern
wurde für das aktuelle Programm wieder eine abwechslungsreiche Titelauswahl getroffen.

Patrick Gläser spielt und vermittelt seine improvisierten Cover-Versionen an der Kirchenorgel -
Überraschungen inklusive.

Publikumswünsche sind damit erneut der Maßstab für ein Programm, das mit Rocktiteln, Balladen
und großen Filmmusiken daherkommt. Musik, die unter die Haut geht.

Der Kopf dahinter:

  Mit seinem Projektstudio Soundmanufaktur arbeitet Patrick Gläser als freier
Musik- und Tonproduzent und Komponist mit dem Schwerpunkt
Audiomarketing.
Nebenberuflich ist er als Organist und Chorleiter in der kath. Kirchengemeinde
St. Joseph Öhringen aktiv, 30 km östlich von Heilbronn.
Als Komponist schreibt er Musik und Texte für Bauch und Kopf, und in unter-
schiedlichen Bühnen-Produktionen vom Musical bis zur Revue wirkt er als
Solist an den Tasten, Sänger oder Sprecher mit.
Für Orgel rockt arrangiert er in seinen Live-Improvisationen Rock- und Pop-
songs und symphonische Filmmusiken für die Besetzung Orgel + Gänsehaut.
Im Netz
www.orgel-rockt.de /www.soundmanufaktur.de
Facebook
www.facebook.de/orgel.rockt
Hörproben
www.youtube.de/pgsoundtube

 

Sonntag, 05.10.14 St. Martinus Donzdorf
17.00 Uhr Eintritt 12,-- Euro

Bach pur

Die Choralbearbeitungen der Leipziger Originalhandschrift
Prof. Stefan J. Bleicher, Orgel und
Mario Hospach-Martini, Orgel
Die beiden Trossinger Hochschul-Orgeldozenten Prof. Stefan Johannes Bleicher und Mario Hospach-Martini
teilen sich die Interpretation dieser einmaligen Sammlung, die J. S. Bach in seiner Leipziger Schaffensperiode
zusammengefasst hat, und die einen Höhepunkt in seinem geistlichen Orgelschaffen darstellen. Vor jeder
dieser Choralfantasien wird an der Chororgel der Choralsatz vorangestellt und auf der Hauptorgel mit der
Choralbearbeitung geantwortet. Bach schöpft dabei alle Formen der Melodiebearbeitung auf der Orgel aus
und hat einen unglaublich farbigen und vielseitigen Musikzyklus geschaffen, der in seiner originalen Handschrift
erhalten geblieben ist. Die vielfältigen Klangfarben der Kern-Orgel kommen dabei zur vollen Entfaltung.

Weitere Informationen zum Programm und den Künstlern finden Sie auf der Homepage der
Göppinger Orgelwoche.
Bitte klicken Sie hier.

 

Jubiläumskonzert des Kath. Kirchenchores St. Martinus Donzdorf

Zum Abschluss seines Jubiläumsjahres veranstaltete der Katholische Kirchenchor St. Martinus ein
festliches Konzert in der mit rund 600 Be­suchern übervollen Kirche. Der bereits 1639 erstmals
urkundlich erwähnte Kirchenchor gilt als der älteste in der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Der mit
ca. 60 Sängerinnen und Sängern gut besetzte Chor hatte sich unter seinem langjährigen
Dirigenten Theodor Oechsle an ein recht anspruchsvolles Programm herangewagt. Ausgewählt waren
Werke aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Einführende und verbindende Erklärungen zwischen den
einzelnen Vorträgen lagen bei Pfarrer Carsten Wagner in den besten Händen.
Der Chor begann das Konzert mit zwei Psalmvertonungen aus dem 17. Jahrhundert. Von Johann Pachelbel
stammte die doppelchörige Motette „Singet dem Herrn ein neues Lied“ nach Worten aus dem 98. Psalm.
Daran anschließend erklang vom Meister der Mehrchörigkeit Heinrich Schütz die Psalmmotette nach
dem 103. Psalm „Lobe den Herrn, meine Seele“. Beide Komponisten bedienten sich der damals
neuen Art der von Gabrieli in Venedig eingeführten Doppelchörigkeit, was der Donzdorfer Chor
mit einem verstärkten Solistenchor und dem Gesamtchor akustisch und klanglich ausgewogen zur
Geltung brachte. Nach diesen beiden A capella Chören kam in den beiden folgenden Stücken das
Orchester hinzu, was der Musik der seinem Ende zugehenden Barockzeit mit Georg Friedrich Händel
und dem Beginn der Wiener Klassik mit Wolfgang Amadeus Mozart angemessen war.
Aus Händels wohl bekanntestem Werk, dem „Messias“ erklang der Eingangschor „Seht die Herrlichkeit Gottes“
und als ganz gegensätzliches Klangempfinden Mozarts „Laudate Dominum“ aus seinen 1780
komponierten „Vesperae Solennes“. Das Sopransolo dieses innigen Lobgesanges wurde
von Karin Böger-Lutz mit Wärme und stimmlicher Brillanz wiedergegeben.
Nach diesen Gesangsbeiträgen folgte ein rein instrumentales Zwischenspiel. Heinrich Großmann interpretierte
die ersten beiden Sätze von Joseph Haydns einzigem Trompetenkonzert in gekonntem Zusammenspiel
mit dem nun durch Bläser verstärkten Orchester. Dieses Konzert gehört mittlerweile zum Bestand bei jedem
namhaften Trompeter unserer Zeit, was sich in den zahlreichen CD-Aufnahmen erkennen lässt. Das war
auch ein guter Übergang zum abschließenden Hauptwerk des Jubiläumskonzertes, der „Mariazeller Messe“
von Joseph Haydn. Diese für die Wallfahrtskirche Mariazell in der Steiermark zu deren 600-jährigem Jubiläum
komponierte Messe wurde zur Krönung des Kirchenkonzerts des Donzdorfer Chores. Nicht nur die Länge
des Werkes, sondern auch die gesanglichen Herausforderungen stellten den Chor vor eine große Bewährungsprobe.
Und es waren zahlreiche Proben notwendig, um das Werk in den Griff zu bekommen, was den Sängerinnen und
Sängern letztendlich gut gelungen ist. Der in stehenden Ovationen gipfelnde Beifall zeigte die Anerkennung
und Begeisterung des Publikums für die dargebotene Leistung aller Mitwirkenden. Hervorzuheben sind hier
die Gesangsolisten Karin Böger-Lutz, Sopran, Andrea Wahl, Alt, Johannes Maier, Tenor, Josef Grupp, Bass,
und Simon Fröstl als souveräner Begleiter an der Orgel.
Zum festlichen Ausklang ertönte der bekannte Choral „Großer Gott wir loben dich“ gemeinsam durch das
gesamte Publikum, dem Chor und dem Orchester mit Pauken und Trompeten.

Klangwucht und schwebende Transzendenz

Eine interessante Gegenüberstellung barocker und romantischer Orgelmusik war am vergangenen
Sonntag in der gut besuchten St.Martinus-Kirche in Donzdorf zu hören. Münsterorganist Stephan Beck
an der Orgel stellte in seinem Programm deutsche und französische Meister gegenüber.
Er begann mit dem „Praeludium in g“ von Dietrich Buxtehude und setzte mit virtuosem Laufwerk
und kernigen Bässen gleich eine „akustische Duftnote“. Im anschließenden Offertoire aus der „Messe für die Klöster“
von Francois Couperin wurde im „Benedictus“ der Lobpreis des zugrunde liegenden Messtextes mit schönem
Wechselspiel der Zungenregister verklanglicht, während man sich bei „Elévation“ die Wandlungsworte zu der
getragenen und verschnörkelten Melodie geradezu vorstellen konnte. Mit Bachs „dorischer Toccata“ bewies Stephan Beck,
dass sie zu unrecht seltener zu hören ist als die berühmtere d-Moll Toccata. Ständig bewegte Sechzehntelläufe in Händen
und Füßen verbunden mit harmonisch anspruchsvollen Akkordfolgen nahmen den Zuhörer sofort in Bann und die in breiten
Notenwerten angelegte Fuge bildete einen wirkungsvollen Gegenpol zur Toccata. Gleichzeitig kam die helle und klare
Klangpracht der Kernorgel bestens zum Tragen. Mit den düsteren Klängen aus Rheinbergers „Sonate Nr.4 a-Moll“ erweckte
der Organist den Eindruck, in einer großen Kathedrale zu sein.
Im verklärten Intermezzo verzauberte Stephan Beck die Zuhörer geradezu mit lieblichen
Flötenstimmen und arbeitete dann gekonnt die orchestrale Klangfülle des chromatisch absteigenden Fugenthemas
heraus, um in religiöser Ekstase eines Anton Bruckner zu enden.
Dieser Klangwucht ließ er nun mit Max Regers „Melodia op.129“ ein sehr meditatives Stück folgen, bei dem die
schwebende Transzendenz regelrecht zum Träumen einlud. Als krönendes Schlussstück dieses hervorragend
zusammengestellten Konzertes wählte Stephan Beck César Francks „Choral Nr.3
a-Moll“ und konnte mit den toccataartigen Spielfiguren im Anfangsteil ein weiteres Mal seine beeindruckende Geläufigkeit
unter Beweis stellen. Im Mittelteil ließ er das immer wieder aufs Neue überraschende Harmoniegewebe,
das der Choralmelodie unterlegt ist, für sich sprechen, um die Schlussapotheose wie ein groß angelegtes,
langgezogenes Crescendo zu gestalten.
Mit einer launigen, drehorgelartigen Zugabe bedankte sich Stephan Beck für den reichhaltigen Beifall.
Bernhard Thome

Orgelkonzert am Sonntag, 23. März 2014 um 17.00 Uhr.

Stephan Beck studierte katholische Kirchenmusik (A-Examen) und
Schulmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende
Kunst in Stuttgart bei Prof. Dr. Ludger Lohmann (Orgel), Prof. André Marchand (
Klavier), Prof. Jon Laukvik (Cembalo), Prof. Dieter Kurz (Chorleitung) und
Prof. Helmut Wolf (Orchesterleitung). Meisterkurse u. a. bei Jean Boyer (Lyon)
und Daniel Roth (Paris) ergänzen seine Ausbildung. Im Jahr 2000 gewann er
den ersten Preis für Improvisation beim Wettbewerb „Schulpraktisches
Klavierspiel-Grotrian Steinweg“ in Weimar.

Stephan Beck ist seit 1999 Münsterorganist und seit 2011 Leiter des
Münsterchores am Heilig-Kreuz-Münster in Schwäbisch Gmünd.

Stephan Beck unterrichtet seit 2001 im Fach Musik an der Pädagogischen
Hochschule Schwäbisch Gmünd. Neun Jahre lang war er darüber hinaus auch
als Lehrbeauftragter für „Schulpraktisches Klavierspiel“ an der Staatlichen
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart tätig.

Im Jahre 2009 übernahm er die künstlerische Leitung des Philharmonischen
Chores Schwäbisch Gmünd. Konzertreisen führten ihn ins europäische Ausland
und in die USA.

Stephan Beck ist Mitglied im Direktorium des „FESTIVALS EUROPÄISCHE
KIRCHENMUSIK SCHWÄBISCH GMÜND“.

   

Programm

Dieterich Buxtehude (1637-1707)
Praeludium in g BuxWV 149

Francois Couperin (1668-1733)
aus der “Messe pour les couvents”
Offertoire sur les grands jeux
Benedictus – Elévation

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Dorische Toccata und Fuge, BWV 538

Josef Gabriel Rheinberger (1839-1901)
Sonate Nr. 4 a-moll, op. 98
Tempo moderato – Intermezzo – Fuga cromatica

Max Reger (1873-1916)
Melodia op. 129/4

César Franck (1822-1890)
Choral No. 3 a-moll

 

Konzert mit Orgel und Flöte mit Kirchenmusikdirektor Thomas Gindele und seiner Frau Agnes Gindele am Sonntag, 19.01.2014.

  Thomas Gindele

Studium der Kirchenmusik an der Bischöflichen Hochschule in Rottenburg sowie Orgel
an der Musikhochschule Zürich bei Prof. Stefan Johannes Bleicher (Abschluss mit Auszeichnung).
Seit 1989 hauptamtlichen Kirchenmusiker der Gemeinden St. Maria und Christkönig in Göppingen
und Dekanatskirchenmusiker für das Dekanat Göppingen.
Im Jahr 2000 Ernennung zum Bischöflichen Orgelsachverständigen sowie 2008 zum Kirchenmusikdirektor.
Von 2010 -2012 Lehrbeauftragter für Orgelbaukunde an der Staatlichen Musikhochschule in Trossingen.
2012 Ernennung zum Regionalkantor der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit dem Schwerpunkt Jugendchorleitung.
Weitere Tätigkeit als Stimmbildner, Sänger und Dozent für Chorleitung und Orgel bei überregionalen Fortbildungen.

Außerdem ist er als Herausgeber von Notenausgaben tätig.
     
  Agnes Gindele

errang früh Preise beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ mit der Block- und Querflöte. Nach dem Abitur
studierte sie an der Musikhochschule Stuttgart bei Prof. Klaus Schochow im Hauptfach Querflöte.
Hochschulabschluss als Diplom-Musiklehrerin. Weiterführende Studien bei Prof. Arife Gülsen Tatu an
der Musikhochschule Trossingen. Studium im Fach Traversflöte bei Hans-Joachim Fuss an der Musikhochschule Stuttgart.
Daneben Teilnahme an Meisterkursen bei namhaften Dozenten (Nicolet, Marion, Aeitken).

Heute betreut Agnes Gindele eine Flötenklasse an der Musikschule Süssen und geht einer regen Konzerttätigkeit nach.
Sie widmet sich vor allem der Kammermusik im Zusammenspiel mit Gitarre, Orgel und Cembalo.

 

Programm

Johann Joachim Quantz (1697 – 1773)
Sonate in e-Moll für Flöte und Orgel
Vivace

Johann Gottlieb Graun (1702 – 1771)
Orgelkonzert g-Moll
Animoso – Adagio – Allegro

Carson Coomann (* 1982)
„Brightnesses“ (Helligkeiten - 2001) für Querflöte und Orgel
I. Brightness of the Firmament (Helligkeit des Firmaments)
(Dan. 12,3: Die Verständigen werden strahlen, wie der Himmel strahlt; und die Männer,
die viele zum rechten Tun geführt haben, werden immer und ewig wie die Sterne leuchten.)
II. Walking in Brightness (Wandeln im Licht)
(Job 31, 26: Wenn ich die leuchtende Sonne sah, wie sie strahlte,
den Mond, wie er herrlich dahinzog)
III. Go Forth as Brightness (Gehe hin als Licht)
(Isaiah 62,1: Um Zions willen kann ich nicht schweigen, um Jerusalems willen nicht still sein,
bis das Recht in ihm aufstrahlt wie ein helles Licht und sein Heil aufleuchtet wie eine brennende Fackel.)

Dietrich Buxtehude (1637 – 1707)
Choralphantasie über „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ für Orgel

Denis Bédard (* 1950)
Melodia Flöte und Orgel

John Weaver (* 1937)
Toccata für Orgel

John Rutter (* 1945)
“Suite antique” für Flöte und Orgel (Bearbeitung: Th. Gindele)
1. Prelude (Moderato con moto tranquillo)
2. Ostinato (Vivace)
3. Aria (Andante)
4. Waltz (Jazz waltz)
5. Chanson
6. Rondeau (Vivace)

 

Im Rahmen der 18. Göppinger Orgelwoche fand am
Donnerstag, 3. Oktober 2013 – 17.00 Uhr folgendes Konzert statt

3. Konzert - Orgel und Saxophon
Christian Segmehl, Saxophon, Domorganist Johannes Mayr
Das Saxophon wurde um 1840 erfunden. Mit seinen äußerst modulationsfähigen, expressiven
Klangmöglichkeiten passt es in idealer Weise zum farbenreichen Klang der Orgel.
Anhand eines stilistisch vielfältigen Programms dessen Bogen vom Barock bis zur Moderne
und Improvisation reicht, stellen die Interpreten die Qualitäten der beiden Instrumente ins beste Licht.

Programm

Johann Sebastian Bach (1685–1750) 
Sonate g-moll, BWV 1020 (Sopransaxophon und Orgel)
Allegro – Adagio - Allegro

Aléxandre Guilmant (1837-1911)
Cantilène Pastorale (Sopransaxophon und Orgel)

Enjott Schneider (*1950)
Nekyia (Sopran-/Altsaxophon und Orgel)

Marcel Dupré (1886-1971)
Prélude et Fugue H-Dur (Orgel Solo)

Guy de Lioncourt (1885-1961)
3 gregorianische Melodien (Altsaxophon und Orgel)

Barry Cockcroft (*1972)
Ku Ku (Sopransaxophon Solo)

Segmehl/Mayr
Saxophon – Orgel – Improvisation

  Christian Segmehl
Auszeichnungen beim „Aberdeen Chamber Music Competition“,
dem „Internationalen Wolfgang Jacobi – Kammermusikwettbewerb
der Moderne“ in München sowie der 2. Preis des renommierten
„Internationalen Gustav Bumcke Wettbewerbs“ in Berlin sind nur einige
der beeindruckenden Stationen des in Biberach/Riß geborenen
Saxophonisten Christian Segmehl.
Er absolvierte sein Studium bei André Legros am Richard-Strauss-Konservatorium
in München und wechselte dann in die Meisterklasse von Arno Bornkamp am
„Conservatorium van Amsterdam“. Meisterkurse bei namhaften Saxophonisten
ergänzten seine Ausbildung.2005 erhielt er einen Lehrauftrag für Saxophon an
der Hochschule für Musik in Würzburg. Christian Segmehl ist ein gefragter
Saxophonist bei vielen renommierten Orchestern in ganz Deutschland:
Stuttgarter Philharmoniker, Staatsoper Stuttgart, Bayerische Staatsoper,
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Münchner Symphoniker,
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Philharmonisches Orchester Augsburg. Seine Konzerte führten ihn außerhalb Deutschlands ins europäische Ausland,
nach Südostasien, Südafrika, Kanada sowie in die USA. Neben seiner solistischen Tätigkeit mit Orchester ist ein weiterer Schwerpunkt
seiner musikalischen Arbeit die Kammermusik: Christian Segmehl arbeitet regelmäßig mit bekannten Pianisten zusammen und ist
Mitglied verschiedener Kammermusikensembles. Mit dem Saxophonensemble
"Selmer Saxharmonic" erhielt er 2010 den Echo Klassik.
     
  Johannes Mayr
(geboren 1963) studierte 1981-1987 katholische Kirchenmusik in Stuttgart,
u. a. bei Rudolf Walter, Ludger Lohmann und Willibald Bezler. 1990-2001
wirkte er als hauptamtlicher Kirchenmusiker mit Dekanatsauftrag in Bad Wurzach,
2001 bis 2011 in Stuttgart (St. Fidelis), dort ab 2004 als Regionalkantor. Von
1992 bis 2007 war er als Lehrbeauftragter für liturgisches Orgelspiel/Orgelimprovisation
in Augsburg (Leopold-Mozart-Konservatorium/ Musikhochschule Nürnberg-Augsburg) tätig.
Seit 2004 nimmt er einen Lehrauftrag an der Tübinger Hochschule für Kirchenmusik
für Orgelliteraturspiel und Liturgisches Orgelspiel wahr. Seit 2009 lehrt er
Orgelimprovisation an der Stuttgarter Musikhochschule. Seit 2011 ist er
Domorganist an der Konkathedrale St. Eberhard, Stuttgart. Als Orgelsachverständiger
ist er seit 1991 für die Diözese Rottenburg-Stuttgart tätig. Seine jahrelangen Forschungen
insbesondere zur oberschwäbischen Orgellandschaft haben in mehreren Buchpublikationen
ihren Niederschlag gefunden. Als Orgelimprovisator erhielt er zahlreiche Auszeichnungen.
Er war Preisträger beim Wettbewerb "Orgelspiel im Gottesdienst" in Rottenburg (1988), beim Südwestfunk-Orgelimprovisationswettbewerb und beim Internationalen
Orgel-Improvisationswettbewerb zu zeitgenössischer Kunst "Wandlung der Formen"
in Regensburg (jeweils 1998). Erste Preise erhielt er beim Europäischen
Orgelimprovisationswettbewerb in Schwäbisch Gmünd (1989), beim Internationalen
Orgelimprovisationswettbewerb in Montbrison/Frankreich 1991 und beim Internationalen
Orgelwettbewerb "Orgel ohne Grenzen" in Dudelange/Luxemburg 2009.

 

 

Konzert am 28.04.2013 um 19.00 Uhr in der St.-Martinus-Kirche Donzdorf

Informationen über die Künstler:

Hubert Holzner, gebürtig im oberbayerischen Prien am Chiemsee, studierte Posaune an der Musikhochschule
in München, war Mitglied des Grassauer Blechbläserensembles und Posaunist bei den Münchner Philharmoniker.
Stationen in seiner beruflichen Laufbahn sind: Lehrer und Dirigent in Konstanz und auf der Insel Reichenau,
Stadtmusikdirektor in Rottweil und seit Oktober 2011 Leiter der Stadtkapelle Bad Mergentheim sowie Lehrer
für tiefes Blech an der dortigen Jugendmusikschule.

Peter Strasser, gebürtig aus Salach, studierte Schulmusik in Stuttgart und Theologie in Tübingen. Während
seines Studiums war er Organist an der Stadtpfarrkirche in Donzdorf .Seit 1967 lebt er in Rottweil. Bis 2004
war er Studiendirektor am Droste-Hülshoff-Gymnasium und gleichzeitig im Nebenamt von 1967 bis 2008
Organist und von1972 bis 2008 Münsterchordirektor am Heilig-Kreuz-Münster in Rottweil.

Beide Musiker haben schon häufig miteinander musiziert und bilden ein gut eingespieltes Duo.
Die Kombination von Posaune und Orgel ist klanglich sehr reizvoll und besonders im Kirchenraum recht eindrucksvoll.

Das Programm ist stilistisch und formal sehr abwechslungsreich. Mit überwiegend originalen Kompositionen von
Corellii, Bach, Marcello, Hidas, Boutry und Guilmant werden barocke, romantische und moderne Werke zu
Gehör gebracht. Zwischen diesen Werken für beide Instrumente erklingen stilstisch entsprechende
Orgelstücke von Bach, Ruppe, Lefébure-Wély und Francaix.

Exsultate, jubilate - Geistliche Abendmusik am 20.01.2013

Eine erfreulich große Zuhörerschar hatte sich in unserer St.-Martinus-Kirche eingefunden, um dem 6. Orgelkonzert
zu lauschen, das dieses Mal mit Sopran, Streichern und Orgel gestaltet wurde. Es war ein Ohrenschmaus mitzuerleben,
mit welcher Spiel- und Sangesfreude und auf welch hohem Niveau die Musiker gejauchzt und gejubelt oder auf Tasten
und Saiten brilliert haben, wie es das Programm versprach. Das Konzert eröffnete Simon Fröstl an der Orgel mit
„Praeludium und Fuge D-Dur BWV 532“ von J. S. Bach aus seiner Zeit in Weimar, das zu den meist gespielten
Orgelwerken Bachs zählt. Begann dieses Praeludium feierlich erhaben, mündete es im abschlie-ßenden Adagioteil
in wuchtige Akkorde. Das spielerische Fugenthema hat der Organist mit einer erstaunlichen Leichtig-keit vorgetragen
und ließ die Achtelnotenketten immer mehr zu einem Perpetuum mobile werden.

Das „Gloria“ von G. Fr. Händel, ein erst 2001 wiederentdecktes Werk, erfreut sich mit Recht einer immer größeren Beliebtheit.
Mit diesem sechsteiligen Werk nahm die Sopranistin Karin Böger-Lutz ein erstes Mal Bezug auf den Titel dieses Abends.
Ihr gelang es mit ihrem warmen Sopran sowohl die Koloraturen als auch die langen Atembögen bestens zu meistern,
wobei sie souveräne Geigen- und Continuopartner an ihrer Seite hatte, zu denen auch Wolfgang Proksch am Violoncello zählt.

Mit dem „Konzert für 2 Violinen d-moll BWV 1043“ stand das neben Vivaldis a-moll Konzert namhafteste barocke
Doppelkonzert vermutlich aus Bachs Köthener Zeit auf dem Programm.
Dabei überzeugten die beiden Violinvirtuosen Sabine Brodbeck und Barbara Riede bei der sich arabeskenhaft
umschlängelnden Stimmführung des 1.Satzes ebenso wie beim wunderschön weichen, schwebenden Klanggewebe
des 2. Satzes. Beim 3. Satz hatten sie sich ein äußerst flottes Tempo vorgenommen und veranschaulichten auf hervorragende
Weise das Prinzip barocken Wetteiferns. Wie bei einem Wettlauf hatte abwech-selnd entweder eine der Geigen oder
das Continuo die Nase vorne.

Mit „Music for a while“ von Henry Purcell für Sopran und Orgel kehrte nun Ruhe und Nachdenklichkeit ein, um dann zu einem
ausgesprochenen Schmuckstück überzuleiten.Zu hören war das „Flötenkonzert für die Orgel F-Dur op.55“ von C. H. Rinck,
einem Zeitgenossen Beethovens, der aber deutlich von der Romantik beeinflusst wurde.
Der 1. Satz begann majestätisch schreitend und Simon Fröstl zelebrierte geradezu den Solopart auf dem täuschend echten
Flötenregister der Donzdorfer Kernorgel.
Düstere Klänge im 2. Satz machten Platz für wunderschöne Kantilenen, bei denen man sich durchaus das opernhafte Ausmalen
der Naturidylle eines Freischütz vorstellen konnte, der 3. Satz erinnerte an lieblich-verspielte Flötenhrmusik.

Gelungener Schlusspunkt stellte das „Exultate, jubilate KV 165“ von W. A. Mozart dar, womit sich auch der thematische Kreis
schloss, bestand doch der 1. Teil aus überschäumendem Jubilieren und großen Freudensprüngen, die die Sopranistin mit
weicher Lockerheit gestaltete. Nach einem Rezitativ im 2. Teil wurde der Zuhörer regelrecht von Mozarts liedhafter, mit lieblichen
Vorhalten und Seufzerfiguren ausgeschmückten Melodik verzaubert, während die Allelelujarufe im 3. Teil immer mehr zu einer
Koloraturarie wurde, die ein 17jähriger Mozart auf seiner letzten Italienreise 1773 in Mailand schrieb.
Reicher Beifall belohnte die Künstler für ein herausragendes Konzert mit Highlights der Konzertliteratur, das keine Wünsche unerfüllt ließ.

                                                               Bernhard Thome

Die 17. Göppinger Orgelwoche war auch heuer in Donzdorf zu Gast und präsentierte mit der Kombination Orgel und Oboe
eine wenig zu hörende, klanglich aber gut passende Instrumentenpaarung.
Ulrich Schlecht

Donzdorf. Etliche Neuheiten durften die Besucher wahrnehmen, die am Tag der deutschen Einheit in die Donzdorfer Kirche St. Martinus
gekommen waren. Da war zunächst die selten zu erlebende Instrumentenkombination Orgel und Oboe, dazu Komponistennamen, die man,
den Meister Johann Sebastian Bach ausgenommen, auch nicht so oft zu hören bekommt, und nicht zuletzt zählt dazu die im Vorjahr eingebaute
und also fast noch neu riechende Orgel. Dies alles wurde geboten in einem Gastspiel, das Karla Schröter mit der Barockoboe und
Willi Kronenberg an der Orgel im Rahmen der Göppinger Orgelwoche gaben.

Ein "Grand Dialogue" von Louis Marchand, des Bach-Zeitgenossen, der in Frankreich einen überragenden Ruf als Virtuose besaß, brachte
nach prunkvollem Auftakt den im Titel angekündigten Dialog auf zwei Manualen. Dabei nutzte Kronenberg das breite Spektrum, das ihm die
Kern-Orgel bot, zu Fanfarenklängen, Lamento-Motivik und einer Fuge, die zu einem fulminanten Abschluss führte.

Im Unterschied zur später entwickelten Bauart ist die Griffweise der Barockoboe noch wesentlich an der Blockflöte orientiert. Auch klang der
von Karla Schröter produzierte Ton nicht so nasal-hell wie bei den heutigen Oboen, sondern eher dunkel-kernig. Leider war jedoch ihr Instrument
Instrument bei drei Fantasien des Bach-Schülers Johann Ludwig Krebs kaum zu vernehmen, weil die Orgel zu massiv registriert war.

Besser abgestimmt war die Balance bei zwei Choralvorspielen von Gottfried August Homilius, in denen der Cantus firmus der Oboe deutlich zum
Tragen kam, wobei einmal lebhafte Freude und zum andern Trauer und Seufzen vorherrschte. Auch in einer Sonata in c bekam die Oboe viel Raum z
ugestanden, den Karla Schröter zu schönem Legatospiel nutzte. Der als "Signor Bach" bezeichnete Komponist dieser Sonata war mutmaßlich
Johann Jakob, ein älterer Bruder Johann Sebastian Bachs.

Der Letztere durfte mit Präludium und Fuge G-Dur BWV 550 ein prächtiges Jugendwerk beisteuern. "Veni creator", der lebhaft jubelnde
Pfingsthymnus des 1672 geborenen Nicolas de Grigny gehörte ebenso zum Orgelsolo-Programm wie auch die Fantasie Es-Dur von
Johann Gottfried Müthel, einem der letzten Schüler des erblindeten Thomaskantors Bach.

Passend zu einem Kirchenkonzert ertönte zum Abschluss "Nun danket alle Gott" in einem Choralvorspiel von Christian Gotthilf Tag.
Trompetengleich erhob sich Karla Schröters Oboe über das lebhafte Orgelwerk Willi Kronenbergs, wonach die beiden Künstler
mit viel Applaus verabschiedet wurden.

 

„Orgel und Barockoboe“ – Konzert im Rahmen der 17. Göppinger Orgelwoche

Nach dem großen Erfolg der Premiere im vergangenen Jahr an der neuen Donzdorfer Kern-Orgel
findet auch in diesem Jahr, in stilistisch passender Kombination, im Rahmen der Göppinger Orgelwoche,
ein Konzert statt: am Mittwoch, dem 3. Oktober 2012, gastiert um 17.00 Uhr das Ensemble CONCERT ROYAL Köln
in der St. Martinus-Kirche. Karla Schröter, Barock-Oboe, und Willi Kronenberg, Orgel, haben sich auf die
erstmalige Wiederaufführung von Werken des 18. Jahrhunderts im kammermusikalischen, orchestralen und
oratorischen Bereich spezialisert. Dies spiegelt sich in der Zusammenstellung des Programms wider.

Die Oboe fand früh Nachahmung in der Klangpalette der Orgel. Umso reizvoller ist es, das originale Instrument kombiniert
mit der Orgel zu erleben. Das Ensemble Concert Royal setzt in seinem Programm einen Schwerpunkt mit Werken der
Schülergeneration von Johann Sebastian Bach, die stilistisch den Übergang vom Barock zur Klassik, den sogenannten
„galanten Stil“ markieren. Daneben wird die Kern-Orgel solistisch mit Werken des französischen Barock sowie
J.S. Bach zu hören sein.

Louis Marchand, Zeitgenosse Bachs, besaß in Frankreich einen überragenden Ruf als Virtuose. Ab 1708 gehörte er
offiziell zu den Organisten des Königs. Eine seiner Orgelkompositionen « Dialogue sur les grands jeux » markieren
den Einstieg in den Konzertabend. Die französisch-barocke Disposition der Donzdorfer Kern-Orgel bietet alle Möglichkeiten,
dieses Werk adäquat darzustellen. Von Johann Ludwig Krebs, Schüler an der Thomasschule in Leipzig, wo er neun Jahre lang
Freund, Privatschüler und Notenkopist von Johann Sebastian Bach, dem damaligen Kantor, war, sind sodann drei Fantasien f
ür Orgel und Oboe zu hören. Angelpunkt des Konzerts ist ein früheres Orgelwerk von Johann Sebastian Bach, Präludium und
Fuge G-Dur BWV 550, das von Willi Kronenberg interpretiert wird. Zum Schülerkreis Bachs gehört auch Gottfried August Homilius,
von dem Choralvorspiele für Oboe und Orgel folgen. Zurück in die Zeit des „Urbarock“ führt ein Orgelwerk von Nicolas de Grigny.
Von seinen Werken, die auch Johann Sebastian Bach bewunderte, hat sich vor allem das Livre d'orgue erhalten. Aus zwei Teilen
bestehend, umfasst der erste eine Orgelmesse, der zweite fünf Hymnen, darunter das im Konzert dargebotene "Veni, Creator Spiritus".
De Grignys Musik zeichnet sich gleichermaßen durch barocken Glanz und kontemplative Ruhe aus, wiederum wunderbar
zugeschnitten auf das Instrument in Donzdorf. Unter dem Pseudonym „Signor Bach“ komponierte vermutlich der ältere Bruder
Johann Seb. Bachs, Johann Jacob Bach, die Sonata in c-moll für Oboe und Basso continuo. Von Johann Gottfried Müthel,
der der Vorklassik zugerechnet wird, deren Vertreter bewusst mit den stilisierten Formen des Barocks und dessen
Kontrapunktik brachen, stammt die Fantasie Es-Dur für Orgel. Müthel, einer der letzten Schüler Johann Sebastian Bachs,
gelang es, einen neuen, expressiven Persönlichkeitsstil zu entwickeln, der hier hörbar wird. Am Schluss des Konzerts steht
ein Choralvorspiel für Oboe und Orgel „Nun danket alle Gott“ von Christian Gotthilf Tag, der seine musikalische Ausbildung
auch beim Bachschüler Homilius genoss. Und so schließt sich für dieses Konzert der Kreis, der immer wieder auf den großen
Thomaskantor verweist.

Karten sind im Vorverkauf zum Preis von 12,-- Euro bei Piano Deininger und bei der Staufen-Buchhandlung erhältlich,
sowie im Katholischen Pfarramt St. Martinus in Donzdorf oder können an der Abendkasse erworben werden. Kinder und Jugendliche
bis zu 16 Jahren haben freien Eintritt. Weitere Informationen unter
www.orgel-woche.de .

Textzusammenstellung : Markus Göser

Programm :

Louis Marchand
1669-1732
« Dialogue sur les grands jeux » für Orgel

Johann Ludwig Krebs 1713-1780
Fantasia a 4 in F Cantabile (Zwickau nach 5.8.1743)
Fantasia a 4 in f Adagio non molto (Zeitz um 1750?)
Fantasia a 4 in F Largo für Oboe und Orgel à 2 Claviere e Pedale

Johann Sebastian Bach 1685-1750
Präludium und Fuge G-Dur BWV 550 für Orgel

Gottfried August Homilius 1714-1785
Komm, Heiliger Geist, Herre Gott
Durch Adams Fall ist ganz verderbt
Choralvorspiele für Oboe und Orgel

Nicolas de Grigny 1672-1703
« Veni creator » für Orgel
En taille – Fugue à 5 – Duo – Récit – Dialogue

"Signor Bach" 18. Jahrhundert
Sonata in c für Oboe und Basso continuo
Andante - Allegro - Adagio - Vivace

Johann Gottfried Müthel 1728 – 1788
Fantasie Es-Dur für Orgel

Christian Gotthilf Tag 1735 - 1811
Nun danket alle Gott (Vivace moderato)
Choralvorspiel für Oboe und Orgel

 

Ausführende :

CONCERT ROYAL, Köln - Bläserensemble auf historischen Instrumenten. Wurde 1987 von der Oboistin
und Cembalistin Karla Schröter gegründet. Der Name des Ensembles leitet sich ab von F. Couperins Sammlung
der „Concerts Royeaux“. Das Ensemble arbeitet sowohl als Kammermusikensemble als auch in Orchesterformationen
mit barockem und klassischem Instrumentarium des 18. Jahrhunderts. Erstmalige Wiederaufführung von Werken des
18. Jahrhunderts im kammermusikalischen, orchestralen und oratorischen Bereich sind eine Spezialität dieses
Ensembles. Zahlreiche CD-Einspielungen, u.a. die Oboensonaten von William Babell beim Label Musicaphon als
Ersteinspielung von Kulturradio Berlin mit fünf Sternen ausgezeichnet.

Karla Schröter, Leiterin des Ensembles CONCERT ROYAL, Köln, studierte zunächst Orgel und Cembalo in Freiburg,
Stuttgart und Amsterdam (Ton Koopman). Danach legte sie ihren Schwerpunkt auf das Spiel historischen Oboen-Instrumente;
zu ihren Lehrern zählen hier Paul Dombrecht, Marcel Ponseele und Michael Niesemann. Mit ihrem Ensemble führt sie eine
umfangreiche Konzerttätigkeit in Kammermusik- und Orchester-formationen in ganz Deutschland und dem europäischen
Ausland durch. Ihr Hauptaugenmerk liegt dabei auf facettenreichen Programmen in Bezug auf Instrumentalbesetzungen und
Werkauswahl.

Willi Kronenberg Studium der Kirchenmusik in Köln und Stuttgart. Er studierte Orgel und Cembalo u.a. bei Robert Hill (Freiburg),
Ewald Kooiman (Amsterdam) und Ludger Lohmann (Stuttgart). Seine Ausbildung schloss er mit Konzertexamina in beiden
Fächern ab. Ergänzend besuchte er zahlreiche Interpretationskurse, u.a. bei Michael Schneider, Luigi Ferdinando Tagliavini,
Daniel Chorzempa, Daniel Roth und Guy Bovet. Studium der Musikwissenschaft und Kunstgeschichte in Tübingen und Köln.
Rege Konzerttätigkeit in zahlreichen europäischen Länder und nach Nord- und Südamerika.
Als gefragter Kammermusikpartner sieht er neben seiner solistischen Tätigkeit einen weiteren Schwerpunkt in der Ensemble-Musik,
die er als Mitglied verschiedener Kammermusikformationen pflegt. Zusammenarbeit mit namhaften Orchestern und Chören u.a.
mit: WDR-Sinfonieorchester, Das neue Orchester, Kölner Akademie – Orchester Damals und Heute, London Symphony Orchestra,
Taverner Consort, Kölner Kammerchor unter Dirigenten wie Andrew Parrott, Peter Neumann, Michael Tilson Thomas,
Christoph Spering, Michael Willems. Bei renommierten internationalen Orgelwettbewerben war er mehrfach 1. Preisträger,
so in Nijmegen 1988, in Wiesbaden 1991 und in Haarlem 1995. CD- und Rundfunkaufnahmen (WDR, MDR und RSI)
dokumentieren seine musikalische Arbeit.

 

5. Orgelkonzert am 29.04.2012

Klangzauber mit Posaune und Orgel

Ein besonderer Leckerbissen war beim 5. Orgel­konzert in der St.-Martinus-Kirche in Donzdorf mit
Michael Unger an der Posaune und Felix Muntwiler an der Orgel zu erleben.

Hat die Donzdorfer Orgel mit der Bombarde doch selbst ein eigenes Posaunenregister, durfte man
gespannt sein, wie sich Orgel und Posaune als eigenständige Instrumente ergänzten.

Mit dem „Hosannah“ von Franz Liszt stand ein imposantes Eröffnungsstück auf dem Programm,
bei dem sich Klangfarbe und Klangkraft von Posaune und Orgel in nichts nachstanden. Dass die geistlichen
Werke Liszts zu Unrecht weniger bekannt sind, wurde mit diesem Stück eindrucksvoll bewiesen.

Bei den nachfolgenden frühbarocken Canzonen von Frescobaldi und Cesare war dann die bezaubernde
Klangwelt einer Barockposaune zu bestaunen, die zwar leiser, aber dafür klarer und schlanker klingt als die
moderne Posaune zu Beginn.

Mit dem Gloria aus der Messe „zum Gebrauch in Gemeinde-Gottesdiensten“ von Francois Couperin glänzte
nun die Orgel als Soloinstrument, wobei vor allem im „Qui tollis peccata mundi“ eine äußerst ausdrucksvolle,
fast schon empfindsame Orgelmusik zu bestaunen war.

Mit dem in der Schweiz ansässigen Jean Daetwyler setzte der Posaunist Michael Unger dann einen weiteren
Klangakzent, dieses Mal auf der Altposaune. Die Serenade über das französische Volkslied „Au claire de lune“
gab dem Posaunisten die Möglichkeit, die musikantische Seite der Posaune unter Beweis zu stellen.

Mit dem Offertoire aus der bereits gehörten Couperin-Messe, einem festlichen, mehrteiligen Stück, führte der
Organist Felix Muntwiler sehr konzertante Orgelmusik vor, bei der die mannigfaltigen Klänge der Donzdorfer Orgel
wieder einmal bestens zur Geltung kamen.

Höhepunkt des Abends war das „Duo Concertante“ von Gustav Holst. Da Holst als Orchesterposaunist die klanglichen
Möglichkeiten des Instruments aus der täglichen Arbeit kannte,entwickelte er ein feines Gespür für die klanglichen
Ausdrucksmöglichkeiten der Posaune von zarten lyrischen Tönen bis hin zu schmetternder Klangkraft, ohne die Orgel
dabei ins Schattendasein zu verdrängen.

Mit dem „Domine, dona nobis pacem“ des zeitgenössischen ungarischen Komponisten Frigyes Hidas zeigten
die beiden Künstler, dass moderne Musik durchaus auch melodisch sein kann und bestachen mit wunderschönen
Harmonien, die zeigten, wie gut die beiden Künstler aufeinander eingingen, um zu einem gemeinsamen Klangerlebnis
zu kommen. Die Zuhörer dankten es mit reichem Beifall und dürfen auf das nächste Orgelkonzert am 3. Oktober gespannt sein.
Bernhard Thome

 

Orgelkonzert am 15.01.2012 mit Frank Rieger, Bräunlingen

Programm:

Alfred Hollins (1865 -1942)
Concert Overture in c-moll

Johann Sebastian Bach (1685-1750)        
Partita über den Choral „Sei gegrüßet Jesu gütig“, BWV 768

Theo Wegmann (*1951)
Fire Tango

Max Reger (1873-1916)
Basso ostinato op.69 Nr.3

Louis-Nicolas Clérambault (1676-1749)
aus der “Suite du deuxième ton”:
Plein jeu
Duo
Basse de Cromorne
Récit de Nazard
Caprice

Charles-Marie Widor (1844-1937)
Symphonie Nr. 6 op.42
- 1.Satz: Allegro

 

Nachbericht:

4. Orgelkonzert auf der Kernorgel in Donzdorf
Town Hall Musik und Tango

Mit einem außergewöhnlichen Programm wartete der an der Stadtkirche in Bräunlingen tätige ehemalige
Donzdorfer Frank Rieger am Sonntag Abend in der gut besuchten Donzdorfer St.-Martinus-Kirche auf.

Er begann ganz unkonventionell mit der „Concert Ouverture in c-moll“ von Alfred Hollins, einem blinden Organisten
der ausgehenden englischen Romantik, der dieses Stück in der Tradition der in englisch-sprachigen Ländern üblichen Town Hall Organisten für die Riesenorgeln in den Stadthallen der Großstädte schrieb.
Der fanfarenartige Anfang des Stückes im Wechsel mit lieblich, melodischen Teilen nahm den Zuhörer sofort
in seinen Bann und sorgte für eine erwartungsfrohe Stimmung.
Mit Bachs Partita über den Passions-Choral „Sei gegrüßet Jesu gütig“ folgte ein sehr tiefsinniges Orgelwerk aus Bachs
Weimarer Zeit, bei dem vor allem die Vielzahl der eingesetzten Zungenregister dieser Orgel beeindruckte.
Mit Theo Wegmann, einem in der Schweiz lebenden Zeitge­nossen, setzte Frank Rieger sein erfrischend unorthodoxes
Programm mit dem „Fire Tango“ fort, einem Stück, das alles zu bieten hatte: toccatahafte Passagen zu Beginn,
ein kantilenenreicher Mittelteil, der an einen feurigen Akkordeonspieler denken ließ, bis hin zu wohlklingenden Clustern.
Danach war mit Max Regers „Basso ostinato“ op.69,3 ein ange­nehm dunkel registrierter, ruhiger Klangkontrapunkt angesagt, bei dem vor allem die in der deutschen Orgelromantik typischen Labialregister zum Tragen kamen.
Mit Clérambaults „Suite im 2.Ton“ ging es zurück zu den typischen Satzformen des französischen Barockstils zur Zeit
Ludwigs XIV., wofür die Donzdorfer Orgel geradezu prädestiniert ist. Dabei bestachen die wunderschön disponierten
Aliquot-Register im Duo und und das markante Krummhorn im 3.Satz. Mit dem 1.Satz aus Widors „6.Orgelsymphonie“
zeigte Frank Rieger, dass er auch auf dieser Kernorgel die Klangmöglichkeiten einer romantischen Orgel auszuschöpfen
weiß. In meisterhafter Weise ließ er erklingen, wie Widor ein 32 Takte umfassendes majestätisches Thema entwickelt und
auf äußerst erfinderische Art variiert. Mit einer Zirkustanzartigen Zugabe von Nigel Ogden endete ein äußerst anspruchsvolles
Konzert, bei dem aber die Spielfreude dennoch nicht zu kurz kam.

Am 29. April wird diese Konzertreihe mit Michael Unger, Posaune und Felix Muntwiler, Orgel fortgesetzt. Bernhard Thome

 

 

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(C) Katholische Kirchengemeinde St. Martinus, Donzdorf. Stand 04/2016